6/3/07 01:12 pm
Es ist ja wirklich nicht politisch korrekt, aber ich mag G8 Gipfel, einfach weil sie unterhaltsam sind. Gehört irgendwie in den letzten Jahren zum Jahresablauf, ist fast schon Teil der Folklore. Es hat fast schon was festliches (weihnachtliches?), statt Straßenbeleuchtung werden halt wochenlang Burgen und Mauern gebaut. Wenn das große Fest naht folgt der traditionelle Aufmarsch der versammelten Gilden:
Die bürgerlichen konstruktiven Kritiker, die werden immer als Hintergrundbild für den Startsatz in den Nachrichten gebraucht, der da lautet "Es begann alles friedlich..."
Die bunt-kostümierten-und-Musik-machenden-keiner-weiß-genau-was-sie-wollen folgen dann: "...der bunte Zug setzte sich in Bewegung.
Die Gruppe in Fetischuniformen hat ihren Auftritt "...die Polizei war mit 8 Milliarden Mann präsent aber hielt sich zunächst im Hintergrund, als Teil der Deeskalationstaktik"
Die Gruppe der sportlich ehrgeizigen "...unter den bunten Haufen hatte sich aber auch eine Gruppe von 34324 gewaltbereiten Autonomen aus dem so genannten schwarzen Block gemischt"
Die Gruppe der Fetischuniformträger ohne Uniform die ein bisschen bei den sportlichen mitmachen wollen "...als plötzlich aus dem schwarzen Block heraus eine Filiale der xy Bank / Mcdonald’s / Supermarkt / Polizeiauto angegriffen wurde"
Dann kann der Hauptakt beginnen, ein paar Vorstadtrevolutionäre spielen Krieg, deren große Brüder sind vernünftig und stellen sich dazwischen. Nützt aber nix, nützt gar nix.
Am Ende traurige Gesichter bei den Veranstaltern ("...haben eine solche Eskalation weder gewollt noch erwartet...") und wunderbare Schlagzeilen für die Sonntagspresse. Und bei der Morgenlektüre ist man dann doch irgendwie beruhigt, die Welt mag sich drehen aber G8 bleibt G8. Gibt irgendwie halt im Leben, in solch einer schnelllebigen Zeit.
Interessant sind auch immer die aktuellen Trends beim Burgenbau. Derzeit sind weitläufige Zäune der Renner, Distanz geht vor massiver Bauweise. Die gestapelten Container sind seit Genua eher out, haben sich aus Sicht der Burgherren eher nicht bewährt. Auch die Wahl des Orts des Spektakels ist immer wieder spannend, auch hier dürfte der Trend in Richtung lustiges Landleben gehen und die Zeiten wo man solche Events in die Städte bringt dürften auch schon eher historisch sein.
Die bürgerlichen konstruktiven Kritiker, die werden immer als Hintergrundbild für den Startsatz in den Nachrichten gebraucht, der da lautet "Es begann alles friedlich..."
Die bunt-kostümierten-und-Musik-machenden-keiner-weiß-genau-was-sie-wollen folgen dann: "...der bunte Zug setzte sich in Bewegung.
Die Gruppe in Fetischuniformen hat ihren Auftritt "...die Polizei war mit 8 Milliarden Mann präsent aber hielt sich zunächst im Hintergrund, als Teil der Deeskalationstaktik"
Die Gruppe der sportlich ehrgeizigen "...unter den bunten Haufen hatte sich aber auch eine Gruppe von 34324 gewaltbereiten Autonomen aus dem so genannten schwarzen Block gemischt"
Die Gruppe der Fetischuniformträger ohne Uniform die ein bisschen bei den sportlichen mitmachen wollen "...als plötzlich aus dem schwarzen Block heraus eine Filiale der xy Bank / Mcdonald’s / Supermarkt / Polizeiauto angegriffen wurde"
Dann kann der Hauptakt beginnen, ein paar Vorstadtrevolutionäre spielen Krieg, deren große Brüder sind vernünftig und stellen sich dazwischen. Nützt aber nix, nützt gar nix.
Am Ende traurige Gesichter bei den Veranstaltern ("...haben eine solche Eskalation weder gewollt noch erwartet...") und wunderbare Schlagzeilen für die Sonntagspresse. Und bei der Morgenlektüre ist man dann doch irgendwie beruhigt, die Welt mag sich drehen aber G8 bleibt G8. Gibt irgendwie halt im Leben, in solch einer schnelllebigen Zeit.
Interessant sind auch immer die aktuellen Trends beim Burgenbau. Derzeit sind weitläufige Zäune der Renner, Distanz geht vor massiver Bauweise. Die gestapelten Container sind seit Genua eher out, haben sich aus Sicht der Burgherren eher nicht bewährt. Auch die Wahl des Orts des Spektakels ist immer wieder spannend, auch hier dürfte der Trend in Richtung lustiges Landleben gehen und die Zeiten wo man solche Events in die Städte bringt dürften auch schon eher historisch sein.






